Immobilienmakler & Provision

Seit dem 23. Dezember 2020 ist die Neuregelung der Maklerprovision in Kraft getreten. Was das für den Immobilienverkauf bedeutet, wie Sie davon sowohl als Käufer, als auch als Verkäufer betroffen sind und was dies konkret in Ihrem persönlichen Fall für Auswirkungen hat, lesen Sie folgend.

Zunächst klären wir erst einmal die Frage was genau überhaupt eine Maklerprovision ist und wie hoch diese ist.

Eine Maklerprovision ist (fast immer) erfolgsabhängig und wird mit dem Zustandekommen eines Kauf oder Mietvertrages fällig.

Dabei ist zunächst zwischen einer Vermietung und einem Verkauf der Immobilie zu unterscheiden.

Bei einer Anmietung der Immobilie ist die Regelung simpel: Die Maklerprovision zahlt immer der Auftragsgeber. Meistens ist dies der Eigentümer, welcher einen (neuen) Mieter für seine Immobilie sucht. Die Provision beträgt üblicherweise zwei bis drei Nettokaltmieten.

Bei dem Verkauf einer Immobilie ist die Berechnung der Provision hingegen komplexer. Hier beansprucht der Immobilienmakler in der Regel zwischen 3,59% und 4,94% des Verkaufspreises für sich als Zuschuss. Bedeutet für Sie, dass bei einem Verkaufspreis Ihrer Immobilie von beispielsweise 250.000,- Euro der Makler voraussichtlich 12.350,- Euro Ihres Erlöses einbehält.

Ist die Maklerprovision verhandelbar?

Die Antwort lautet: Ja, die Maklerprovision ist prinzipiell Verhandelbar!

Allerdings klingt dies leider in der Theorie besser als es Praktisch umsetzbar ist. Immobilienmakler haben fast ausschließlich einen persönlich festgelegten, nicht verhandelbaren Prozentsatz ihrer Provision. Außerdem sind diese ohnehin an dem regionalen Markt orientiert, sodass alle einen ähnlichen Kostenpunkt aufweisen.

Maklerprovision seit 2021

Im August 2019 kam die Große Koalition zu einer Einigung über die Maklercourtage / Maklerprovision. Das neue Gesetz wurde im Mai 2020 durch den Bundestag abgenommen und ist seit dem 23.12.2020 in Kraft. Doch was wurde dabei beschlossen und hat sich dadurch für Sie geändert?

Das neue „Gesetz über die Verteilung der Maklerkosten bei der Vermittlung von Kaufverträgen über Wohnungen und Einfamilienhäuser“ verhindert seitdem, dass der Käufer die gesamte Maklerprovision trägt.

Wie hoch sind die Kosten, welche beim Immobilienverkauf für mich dadurch entstehen?

Die drei Varianten bei der Verteilung der Maklerprovision

  1. Käufer und Verkäufer teilen die die Provision auf und jede Seite trägt je die Hälfte
  • Derzeit gängige Einigung
  1. Eine der beiden Parteien kommt für die vollständige Provision auf
  2. Der Verkäufer übernimmt die Provision vorerst vollständig und erhält im Nachgang die Hälfte des Käufers zurück

Wann wird eine Maklerprovision ungültig oder ist nicht (mehr) rechtskräftig?

Eine Maklerprovision wird ist nur dann fällig, wenn Sie entweder als Auftraggeber einen Maklervertrag oder als Interessent einen Nachweis unterschrieben haben.

Die Maklerprovision ist ungültig wenn …

  • Kein Maklervertrag abgeschlossen worden ist.
  • Der Maklervertrag aufgrund eines Vertragsmangels unwirksam wird.
  • Der Makler keine Leistung erbracht hat.
  • Kein Miet/ oder Kaufvertrag geschlossen wurde.
  • Ein Vertragsschluss unabhängig der Maklertätigkeit getroffen wurde.

 

Lässt sich eine Maklerprovision vermeiden?

Ja, und das sogar einfacher als vielen bewusst ist.

Option 1:

Sie wickeln den gesamten Verkauf selbstständig ab. Allerdings bedeutet dies für Sie eine Menge an Arbeit, Papierkram, Unkosten und Organisation. Diese Arbeit übernimmt sonst der Immobilienmakler für Sie. Obwohl ein Makler auf den Vertrieb von Immobilien spezialisiert ist dauert ein erfolgreicher Verkauf mehrere Wochen. Für Laien ist dieser Prozess erheblich langwieriger und die Chance auf ein zufriedenstellendes Ergebnis ist gering.

 

Option 2:

Der Immobilienverkauf über den direkten Ankäufer wir-kaufen-ihr-haus.de. Wir bieten Ihnen einen mindestens ebenso umfangreichen Service wie ein Immobilienmakler. Dabei kümmern wir uns um die Zusammenstellung wichtiger Unterlagen, wickeln den Kauf diskret ab und vereinbaren einen Notartermin. Jedoch benötigen wir keine Finanzierung und können daher die Kaufabwicklung erheblich beschleunigen. Aufgrund dessen verkaufen Sie Ihre Immobilie so etwa drei Mal schneller als über einen Immobilienmakler.